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Der Meditationsraum / Das geistliche Zentrum


Der Meditationsraum der KLJB in Hoinkhausen will ein Ort sein, der zum einen ein Raum bietet, der Jugendlichen abseits von Handy und MP3-Player eine Ahnung von der Größe, Schönheit und Tiefe Gottes vermitteln möchte und zum anderen ein Ort, der für die KLJB im Erzbistum Paderborn ein geistliches Zentrum ist.

 

Auch wenn dieser Raum kein Kirchenraum im klassischen Sinn darstellt, so trifft doch seine Intention mit dem griechischen Wort für „Kirche“ überein. „Ekklesia“, aus dem sich das deutsche Wort Kirche ableitet, bezeichnet die „Herausgerufenen“. So ruft der Meditationsraum aus dem Alltag heraus und lädt ein für eine Begegnung mit Gott.

 

 

 

 

 

 

Holz - Material des Lebens


„Unser Grund zu leben ist die gute Erde.“ Ein Leitsatz für die KLJB, der uns verpflichtet auf „Echtheit“ zu achten. Nicht nur in unserem Leben sollen wir möglichst Echtheit bewahren, sondern auch die Materialien im Raum sollen möglichst echt sein und damit ein Symbol sein, für die gute Erde, auf der wir stehen. Der Boden, die Wände, die Stühle, der Altar sind solche Zeichen, die uns auf die Schöpfung verweisen. Eine Schöpfung, aus der auch wir gekommen sind und die zu bewahren uns Menschen aufgetragen ist.

 

Das Material Holz lädt uns daher ein, aufmerksam zu sein – wie Bruder Klaus der Schöpfung zu lauschen, mit wachen Sinnen durch die Welt zu gehen und in allem Gott zu begegnen.

 

 

 

Altar - Tisch der Gemeinschaft


Mitten im Meditationsraum steht der hölzerne und bewegliche Altar. Der Tisch erinnerte an das letzte Abendmahl Christi, wo Brot und Wein standen.

Der Altar in unserem Haus möchte uns daran erinnern, worin unsere eigentliche Mitte besteht, woraus wir leben können und was wir erhoffen dürfen: Unser Lebensgrund ist Jesus Christus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Blau - Farbe der Weite und der Tiefe


Blau wird in der christlichen Farbenlehre häufig mit Himmel, Klarheit und Offenheit assoziiert. Blau symbolisiert die Transzendenz, die Spiegelungsfarbe zwischen Gott und Welt und wird so zur Farbe des Glaubens. Die Begegnung mit dem Blau des Himmels in seiner Unverfügbarkeit und seiner dennoch überspannenden und bergenden Unendlichkeit wird durch unser Betrachten der Farbe Blau zur Begegnung mit dem ungreifbaren Gott.

 

Links und rechts unten hat der Künstler jeweils einen Lavendelstrauch  gemalt. Lavendel hat die Farbe des Himmels und ist ein Symbol für Reinheit und Klarheit. Die Bedeutung dieser Pflanze liegt aber nicht nur in dem zarten Blau der Blüten, sondern in ihrem Duft. Dieser Duft hat die seltene Eigenschaft zu entspannen und zugleich anzuregen, was ein Gefühl der Harmonie vermittelt. Der Lavendelstrauch im Meditationsraum ist somit ein gestalterischer Verweis auf die Schönheit der Schöpfung und auf die ruhende Kraft der Besinnung und Meditation.

 

 

 

Das Meditationsbild von Bruder Klaus


Auf weißen Alabasterstein hat der Künstler eine Kopie des Meditationsbildes von unserem Verbandspatron, dem Hl. Bruder Klaus gemalt. Das Original wurde um 1480 gemalt und ist dem Eremiten Klaus in seiner Einsiedelei (dem sog. Ranft)  geschenkt worden.

 

In diesem Bild betrachtete Bruder Klaus das eine und dreifaltige, unermessliche Wesen Gottes. Er nannte das Bild "mein Buch", worin er (als Analphabet) lerne und die Kunst der Glaubenslehre zu verstehen suche. Hauptbestandteil des Bildes sind die beiden Kreise in der Mitte: der innere mit dem Gottesantlitz und der äußere, der durch drei auslaufende und drei einlaufende Strahlen mit dem innern verbunden ist. Die sechs um die Kreise angeordneten Medaillons reden von den Großtaten der Liebe Gottes (von unten in der Mitte im Uhrzeigersinn): Verkündigung, Geburt Jesu, Schöpfung, Passion, Kreuzestod und Eucharistie. Die vier Ecken sind mit den Evangelistensymbolen ausgefüllt.

 

 

 

 

 

 

Das Bild mit der Zeichnung von Bruder Klaus und der Kerze


Ebenfalls auf weißen Alabasterstein sehen wir eine Zeichnung von Bruder Klaus. Aus der Entfernung würde man ihn wohl kaum erkennen. Erst wenn ich mich dem Bild nähere, erkenne ich immer mehr auch das Angesicht von Bruder Klaus. Diese Zeichnung ist einem der ältesten Bilder angelehnt, die es überhaupt von ihm gibt. Die Konturen des Gesichtes sind – soweit möglich – den natürlichen Konturen des Alabastersteins angeglichen. Da Bild lädt mich zu einer Begegnung mit dem Heiligen und seinem Leben ein, womöglich aber auch zu einer Begegnung mit sich selbst.

 

Die Kerze am unteren rechten Rand macht auf die „Funktion“ des Raumes aufmerksam – die Meditation. Das Wort Meditation stammt vom lateinischen Wort meditatio und bedeutet „nachdenken, nachsinnen, überlegen“. Ein Raum also, der mich aus dem Alltag, aus dem Gewohnten herausholen will. Wir werden eingeladen, durch das Bild von Bruder Klaus und der Kerze über unser Leben und über unsere Beziehung zu Gott nachzudenken.